FASHION WEEK BERLIN: Erster Akt von ic! Berlin

  • 25. Jan. 2010    
  • Judith Schwarzer  
  • Aktuelles

ic! Berlin produziert nicht nur Brillen, sondern auch jede Menge weiteren kreativen Output. Mit ihrem neuesten Projekt widmen sie sich karitativen Belangen und schaffen es damit sogar erstmals auf den Catwalk der Mercedes Benz Fashion Week. Unter der Maxime „We c! Berlin“ präsentierten die Berliner Brillendesigner ihre neueste Kollektion, die anlässlich der Fashion Week eben nicht nur aus Brillen bestand, sondern auch ihre neue Jeanskollektion und bunt bedruckte T-Shirts vereinte.

We c! nothing but everything!

Absoluter Showact war allerdings Ralph Anderl, seinesgleichen leidenschaftlicher „Blechbrillenverkäufer“ und oberster Kopf von ic! Berlin. Zum Auftakt der Show kam er auf den Catwalk, ganz so wie Gott ihn schuf. Einziges Bekleidungsstück war eine ic! Sonnenbrille, bis ihn eine schwarz verhüllte Frau mit Gaffaband fesselte und er sich regungslos auf den Catwalk fallen ließ. Aus den Lautsprechern tönte lautstark die Message dieses etwas befremdlichen Auftritts: „We have everything and nothing at the same time, live and die, love and hate“.

Das Bild auf dem Catwalk sollte uns an die extremen Gegensätze zwischen Luxus und Armut heranführen. Vor allem während der Fashion Week, wo sich alles um Oberflächlichkeiten dreht, eine durchaus etwas provokante Botschaft. Dass Anderl damit jedoch nicht nur eine hohle Phrase abgeworfen hat, zeigt sich aus der Konsequenz des gesamten Tingeltangels: Alle auf der Show präsentierten Shirts, Jeans und Brillen sollten nach dem Event versteigert werden. Der Erlös geht an ein soziales Programm in Brasilien, um dort der armen Bevölkerung ein Leben mit Brille zu ermöglichen.

Anderl blieb übrigens gefesselt auf dem Catwalk liegen bis die Show vorbei war, ließ sich befreien, schlüpfte gekonnt in eine ic! Jeans und verabschiedete sich mit einem dicken Luftkuss von der begeisterten Menge.

ic! Jeans, Shirts und Brillen

Über die ic! Berlin Jeansröhre hatte ich ja bereits im September berichtet. Da wir zu dieser Zeit noch gemeinsam mit den ic! Leuten in der Berliner Backfabrik saßen, konnten wir die ersten Bilder der schicken Höschen exklusiv abgreifen.

Die bei der Show präsentierten Shirts wurden von 25 Designern gemeinsam für das Charity-Projekt „We have nothing“ entworfen. Damit stellt sich ic! Berlin der besonderen Herausforderung, soziale Verantwortung zu übernehmen und das Ganze mit der Welt der Mode zu verbinden.

Bei den Brillen fiel mir auf, dass auch ic! dem Trend der voluminösen Acetatgestelle im Vintagedesign nachgeht. Bislang war das Label vordergründig für eher minimalistische Designs aus purem Leichtfederstahl bekannt. Absolut begeistert war ich von den Brillenketten. Schon im letzten Jahr war ich davon schon äußerst angetan, vor allem von den Modellen von Powerhaus und La Loop.  Spätestens in diesem Jahr wird sich dieser Trend sicher durchsetzen. Brillenketten machen die feminine Nerdoptik à la Frau Oberlehrerin komplett.

>> Bilder und das Video der Show gibts hier:

Die Höhepunkte der ic! Show gibt’s in diesem Video:


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