Generation K – Kurzsichtigkeit im digitalen Zeitalter

  • 19. Dez. 2018    
  • Judith Schwarzer  
  • Aktuelles

Generation K – Kurzsichtigkeit im digitalen Zeitalter

Fehlsichtigkeit als Anzeichen des voranschreitenden Alters? Diese These trifft heutzutage wohl nicht mehr zu, denn vor allem Kurzsichtigkeit betrifft immer mehr junge Menschen.

Smartphones, Tablets und Co. erleichtern uns ohne Zweifel den Alltag, täglich verbringen wir durchschnittlich 4 Stunden pro Tag mit diesen Geräten [1]. Aufgrund der geringen Entfernung, die unsere Augen von den Bildschirmen trennt, und dem damit einhergehenden Mangel an Tageslicht erhöht sich das Risiko für Kurzsichtigkeit. Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2050 knapp die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein wird [2]. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass der digitale Erstkontakt immer früher stattfindet und sich die Kurzsichtigkeit bereits im Kindesalter zu entwickeln beginnt.

Wie erkennt man nun, ob man kurzsichtig ist? Das markanteste Anzeichen dafür ist sicherlich, dass man Schwierigkeiten hat, Objekte in der Ferne zu erkennen, während man sie in der Nähe nach wie vor problemlos sehen kann. Auch physischer Ebene lassen v.a. Kopfschmerzen und gereizte Augen auf eine Fehlsichtigkeit schließen.

Allerspätestens wenn man die eben genannten Symptome feststellt, ist es sinnvoll, einen Sehtest durchzuführen. Auch Personen, die bisher keine offensichtlichen Anzeichen einer Fehlsichtigkeit bemerkt haben, wird empfohlen, zumindest alle 2 Jahre ihre Sehkraft auf den Prüfstand zu stellen.

Im Falle einer festgestellten Kurzsichtigkeit erfolgt die Korrektion durch eine Brille oder durch Kontaktlinsen. Das Ausmaß der Sehschwäche wird dabei allgemein Dioptrien genannt, die im Falle der Kurzsichtigkeit immer mit einem Minus vor dem jeweiligen Wert angegeben werden.

Die Digitalisierung ist damit eine Herausforderung für unsere Augen, gleichermaßen eröffnet sie aber auch neue Chancen v.a. im medizinisch-analytischen Bereich. Durch Online-Sehtests kann man in naher Zukunft frühzeitig Sehprobleme feststellen, im weiteren Verlauf werden digitale Netzhaut-Scans auch Augenkrankheiten erkennen können. Auch im Brillenbereich geht man auf die veränderten Bedingungen ein und setzt hier beispielsweise die Blaufilter-Technologie ein, welche die potenziell schädliche blau-violette Strahlung absorbiert und die Augen bei langer Bildschirmarbeit schont.

Mehr zum Thema Kurzsichtigkeit, Augengesundheit und Auswirkungen der Digitalisierung findet ihr hier.

[1] Ernst & Young Studie 2017„Online-Nutzung in Deutschland“, ey.com/Publication/vwLUAssets/ey-online-nutzung-in-deutschland-juni-2017/$FILE/ey-online-nutzung-in-deutschland-juni-2017.pdf

[2] Gemeinschaftsstudie Brien Holden Vision Institute (BHVI), University of New South Wales/Eye Research Institut Singapur, aaojournal.org/article/S0161-6420(16)00025-7/Abstract

Quelle Beitragsbild: Unsplash.com/Rawpixel


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