Ilona Christen nach Verletzung gestorben

  • 03. Aug. 2009    
  • Judith Schwarzer  
  • Aktuelles

Wandern kann gefährlich sein

Ilona Christen, die Frau, die die Brille ins Fernsehen brachte, ist tot. Christen starb am vergangenen Freitag im Alter von 58 Jahren an den Folgen einer Blutvergiftung, die sie sich bei einem Sturz zugezogen hatte. Sie moderierte sieben Jahre den „Fernsehgarten“ des ZDF. Einen zweiten Karriereschub machte sie in der RTL Talkshow „Ilona Christen“, die sie von 1993 bis 1999 moderierte.

Brillen- und Talk-Pionierin

Sie war nicht nur die Nachmittagstalk-Pionierin bei RTL, sondern auch die erste, die bereits 1973 in der ARD mit Brille vor die Kamera ging. Damit ebnete sie den Weg für die Brille als Fashion-Objekt.

Mit Ihrer selbstbetitelten Show begründete sie neben dem Talk-Urgestein Hans Meiser eine neue Dimension der Fernsehunterhaltung. Das Fernsehen, das die Hausfrau nebenbei beim Bügeln oder Abwaschen sehen konnte. Die Interviews sind einfach gestrickt, die Themen berühren emotional, weinende Kinder garantieren Einschaltquoten.

1999 zog sich Christen aus dem Fernsehbusiness zurück. Sie lebte bis zuletzt mit Ihrem Mann in der Schweiz, mit dem sie oft Wandern ging. In der vergangenen Woche stürzte sie bei einer dieser Wanderungen. Es bildete sich ein Hämatom, welches die tödliche Blutvergiftung nach sich zog.

Ihre immer wieder wechselnden Modelle in extravaganten Formen und Farben machte sie zu ihrem Markenzeichen. In den 90ern trug sie am häufigsten die ausladende weiße Vollrandbrille in Halbrandoptik und bewies damit zukunftsorientierten Geschmack.

Ihre Brille weißt erstaunliche Ähnlichkeiten mit heutigen Modellen von Ray-Ban oder Lacoste auf.

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