Mister Spex Partneroptiker im Porträt # 7 Hartlieb Augenoptik aus Berlin

  • 21. Mrz. 2014    
  • Judith Schwarzer  
  • Aktuelles

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Wir möchten diese Woche unseren Partneroptiker Herrn Hartlieb von „Hartlieb Augenoptik“ in Berlin vorstellen. In unserem Interview erzählt er wie er seine Begeisterung für die Augenoptik entdeckte und warum das anfängliche BWL-Studium doch nichts für ihn war. Großstadt bedeutet nicht gleich Anonymität, denn Herr Hartlieb erzählt uns, dass er viele seiner Kunden mit Namen kennt. Was für ihn den Beruf des Augenoptikers ausmacht und warum er Partner von Mister Spex geworden ist, beantwortet er in unserem Interview:

Wie lange gibt es Ihr Geschäft „Hartlieb Augenoptik“ schon?

Das Geschäft am Mexikoplatz in Berlin-Zehlendorf gibt es bereits seit 1969. Ende der 70er Jahre haben wir die Räumlichkeiten etwas vergrößert. Der gute Standort hat sich jedoch nie verändert.

Was mögen die Kunden besonders an Ihrem Laden?

Die Kunden schätzen an meinem Geschäft insbesondere die ehrliche und kompetente Beratung. Die meisten meiner Kunden kenne ich mit Namen, das schafft natürlich schnell eine persönliche Atmosphäre. Meine vielen Stammkunden bestätigen mich jedes Mal aufs Neue in meiner Arbeit.

Kommen Sie aus Berlin? Was macht Berlin für Sie aus?

Ja, ich komme gebürtig aus Berlin und finde die Stadt nach wie vor toll. An Berlin schätze ich besonders die Vielfalt der Menschen, das finde ich, macht Berlin zu was Besonderem. Unterstützt wird das natürlich von den vielen verschiedenen Bezirken, die Berlin hat. Jeder Bezirk hat seine ganz speziellen Besonderheiten. Zudem bietet Berlin neben einem turbulenten Stadtleben auch viel Grün, wie zum Beispiel im Grunewald.

Wann haben Sie sich dazu entschieden Augenoptiker zu werden? Was war der Auslöser?

Durch mein Elternhaus hatte ich schon frühzeitig Kontakt mit der Augenoptik. Dennoch waren es nicht meine Eltern, die mich vom Beruf Augenoptiker überzeugen wollten, sondern schlussendlich war es meine eigene Faszination für die Leidenschaft meiner Eltern für den Beruf. Nach dem Abitur begann ich zunächst ein BWL-Studium, habe dann aber doch schnell gemerkt, dass mir das Studium zu langweilig und theoretisch ist. Die praktische Arbeit lag mir mehr und so habe ich mich dann für die Ausbildung zum Augenoptiker entschieden. Die Möglichkeit in der Zukunft das elterlichen Unternehmen zu übernehmen, hat natürlich auch in die Entscheidung mit reingespielt.

Was wären Sie geworden, wenn Sie sich nicht für die Augenoptik entschieden hätten?

Da ich immer sehr viel Sport getrieben habe, gab es anfangs auch die Idee im Bereich der Orthopädie zu arbeiten. Ich war schon immer fasziniert von den Bewegungsabläufen des Körpers und wollte auf diesem Weg mein Interesse zum Beruf machen. Schlussendlich habe ich es mir jedoch als Interesse bewahrt, da die Begeisterung für die Augenoptik doch überwogen hat.

Was mögen Sie an Ihrem Beruf?

An meinem Beruf schätze ich sehr die Möglichkeit des persönlichen Gesprächs mit meinen Kunden. Gemeinsam eine Lösung zu finden, ist immer eine Bereicherung. Zudem kann ich durch meine Arbeit auch das gute Sehen fördern, das ist ohne Frage besonders wichtig. Natürlich gibt es auch mal Kunden mit kleinen Wehwehchen, da muss man dann auch mal ein guter Zuhörer sein. Neben der Beratung schätze ich jedoch auch sehr den handwerklichen Aspekt als Augenoptiker. Geschicklichkeit ist beispielsweise bei randlosen Brillen von großer Bedeutung. Eine Besonderheit bei mir im Geschäft, ist auch das seit 2005 angebotene Glaukom-Screening, womit der Augeninnendruck gemessen wird. Normalerweise kann dies nur der Augenarzt machen, aber einige wenige Optiker bieten das inzwischen auch an. Wie einige andere Augenoptiker habe ich bereits während der Ausbildung die nötigen Fähigkeiten für das Screening erlernt und darf sie daher anwenden. Das zeigt, dass sich der Beruf des Augenoptikers stetig verändert und auch erweitert, wodurch die Arbeit auch nach vielen Jahren noch spannend bleibt.

Haben Sie eine Lieblingsbrille?

Das ist ganz einfach. Das ist die Silhouette. Nicht nur für mein Geschäft, sondern auch für mich persönlich gucke ich mich sehr gerne nach anderen Modellen um, aber schlussendlich lande ich immer wieder bei dieser Brille.

Folgen Sie bei der Brillenauswahl bestimmten Trends?

Für mein Geschäft versuche ich so viel wie möglich mitzunehmen. Ich habe ein gutes Gespür für meine Kunden und weiß was gut funktioniert. Momentan biete ich beispielsweise Holzbrillen an. Ein wirklich tolles Material für Brillen, weil jedes Modell durch die Maserung zu einem Unikat wird. Mein persönlicher Geschmack spielt bei der Auswahl von neuen Brillen natürlich auch eine Rolle.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Partner von Mister Spex zu werden?

In erster Linie war es meine große Neugierde. Wer wird wohl meinen Service nutzen? Wie viel Zeit und Wege nehmen die Menschen auf sich? Aus welchen Bezirken kommen die Kunden? Handelt es sich um den Erstkauf oder bereits um einen Nachkauf? Anfangs hatte ich Kunden, die kamen sogar aus Köpenick und Pankow. Das hat sich inzwischen gelegt und die meisten kommen hier aus der Umgebung. Natürlich gab es auch erst mal Bedenken bezüglich des Kundenandrangs. Wer wusste schon mit was für einem Ansturm ich rechnen muss, aber das hat alles sehr gut funktioniert. Auch die Anzahl der Anpassungen und Sehtests sind in meinem Geschäft sehr ausgeglichen.

Wie denken Sie wird die Augenoptik in zehn Jahren aussehen? Wo sehen Sie sich selbst in zehn Jahren?

Ich gehe davon aus, dass es eine leichte Verschiebung in Richtung Online-Handel geben wird. Nach wie vor wird es aber auch den traditionellen Optiker geben, sowie die Filialisten. Im Online-Handel wird denke ich noch ausgesiebt, sodass am Ende die 2-3 größten bestehen werden. Ich selber blicke mit meinem Geschäft sehr positiv und zuversichtlich in die Zukunft. Das bereits genannte Glaukom-Screening war ein wichtiger Schritt dafür. Genauso zähle ich die vergrößernden Sehhilfen in meinem Sortiment als zukunftsträchtige Produkte.

Denken Sie, dass der Beruf des Augenoptikers ein zukunftsträchtiger Job ist?

Davon bin ich vollkommen überzeugt. Dadurch, dass auch der Zentralverband der Augenoptiker die Neu- und Höherpositionierung des Berufs Augenoptiker fördert, zeigt dass in diesem Berufsfeld etwas passiert und auch in die Zukunft investiert wird. Ein Augenoptiker wird zukünftig ein erweitertes und verändertes Berufsfeld haben. Der Fokus wird auf der Dienstleistung liegen und nicht mehr so stark auf dem Handwerk. Wer eine gute Ausbildung bekommen hat und sich stetig weiterbildet, hat meiner Meinung nach gute Aussichten und nichts zu befürchten.


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