Unsere Augen – das Tor zur Seele

„Schau mir in die Augen, Kleines!“ Es gibt wohl kaum eine romantischere Aufforderung zum intensiven Blickkontakt, als dieser Klassiker aus der Romanze zwischen Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in „Casablanca“. Doch nicht nur im Film schenkt man den Augen eine ganz besondere Aufmerksamkeit. Auch im täglichen Miteinander wissen wir um die Macht der Augen. Ganz anders klingt da beispielsweise schon der Satz: „Schau mich an, wenn ich mit dir rede!“. Mit dieser Einleitung weiß der Angesprochene meist, dass er kein hingebungsvolles Liebesgeständnis zu erwarten hat.

Die Augen sprechen eine ganz eigene Sprache und spiegeln die manigfaltigen Facetten unserer Gefühlswelt. Daher fixiert der Blick der meisten Menschen automatisch die Augen des Gegenübers. Denn der Augenkontakt ist eine ganz besonders intensive Form der Verbindung. Nicht selten entstehen die meisten Anbandelversuche zwischen Männlein und Weiblein über Augenflirts. Innerhalb weniger Sekunden lässt sich hier relativ eindeutig ablesen, ob ein weiteres Bemühen lohnt oder eben nicht. Die Sprache der Augen ist ein universeller Code und selbst dann verständlich, wenn man kein Wort der jeweiligen Landessprache versteht.

Wenn der Gesprächspartner den Blick meidet oder mit den Augen nur flüchtige Aufmerksamkeit schenkt, erweckt das oft ein unbehagliches Gefühl. Ein solches Kommunikationsverhalten sorgt beim Erzählenden für Verwirrung. Unklar bleibt in dieser Situation häufig der Grund für diese Handlungsweise. Desinteresse, Schüchternheit, Abneigung, Langeweile – es gibt viele Erklärungen für ein Abbrechen des Blickkontakts.

Die Offenheit des Gesprächs wird so jedoch häufig auf Grund von Unsicherheiten unterbrochen. Den Augenkontakt zu meiden gründet meist im unbewussten Versuch, Kontaktnähe zu reduzieren und damit vermeintliche Befürchtungen oder Frustrationen abzuwehren, die oftmals eben auch Teil der zwischenmenschlichen Kommunikation sein können. (mehr …)

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